Glengoyne 17 years

Dieses Jahr habe ich mit meiner Lebensgefährtin einen Kurzurlaub in Vierlande nähe Hamburg gemacht. Von dort aus sind wir zu einen Tagestrip nach Helgoland gestartet. Da ich als Kind oft auf Helgoland war, wollte ich ihr Deutschlands einzige Hochseeinsel und deren wechselvolle Geschichte näherbringen. Umso erstaunter war ich, dass auf dieser Insel zwar (leider) kein Whisky hergestellt wird, es aber inzwischen vier bis sechs hervorragend sortierte Whiskygeschäfte gibt. Bonusrunde! Der Aufenthalt war kurz, die Internetverbindung schlecht. Also entschied ich mich für eine Destillerie, die ich noch nicht so gut kannte, nämlich Glengoyne und ein noch bezahlbares Alter, 17 Jahre. Der Preis lag ungefähr 40% unter dem günstigsten Internetangebot auf dem Festland.

Zusammen mit Paolo hatte ich letzte Woche eingehend Gelegenheit einen Dram zu mir zu nehmen. Farbe: Ein kräftiges, dunkles Gold, natürliche Farbe. Nase: Rumtopf mit Zitrusfrüchten, Vanille- und Holznoten. Mund: Vanille, Karamell, sich ausbreitende Süße, Mundfüllend. Abgang: Lang, trockene Holznoten, noch mehr Süße. Gesamt: Ein gefälliger, eleganter Malt, trinkt sich sehr leicht, genau das richtige für den Sonntagnachmittag. Vergleichbar dem Dalwhinne 15 oder AcNoc 12 Jahre. Allerdings mit mehr Holz und nicht ganz in derselben Preisklasse. Einigen dürfte er nicht kantig genug rüberkommen.

Schreibe einen Kommentar