Wie man Single Malt trinkt…?

nosingGerade Anfänger lassen sich oft vom fast schon affektierten Gehabe einiger Whiskytrinker – insbesondere der Single Malt Enthusiasten abschrecken.

Da wird mit Pipetten hantiert, mit Uhrengläsern abgedeckt, kalkfreiem, natriumarmem, weichem Wasser gefrönt….

Kann man machen, muss man aber nicht.

Um den Whiskygenuss vergleichbar zu halten (mal abgesehen von äußeren nicht beeinflussbaren Faktoren wie persönliche Stimmung, Urlaub, Stress etc.) empfiehlt sich folgendes einfaches Vorgehen:

Immer pur!
Auch Faßstärke, dann eben kleinere Schlucke. (Wassermenge,
-temperatur, -qualität sind eigentlich nie wirklich reproduzierbar)

Einfaches, klares, möglichst dünnwandiges Nosingglas verwenden.
Whisky einschenken und atmen lassen.
Ruhig den Whisky auch mal bei kühlerer Trinktemperatur verkosten und beobachten wie dieser sich mit steigender Temperatur im Geschmack verändert.
(z.B. GlenMoray 12y von spröde zu fast süss).

Farbe und Fensterbildung (Schlieren) in leichtem Gegenlicht begutachten.

Den Duft genießen und einordnen, welche Aromen sind zu erkennen?

Einen kleinen Schluck im Mund bewegen. Kann man eine bestimmte Sensorik erkennen? Ölig oder eher dünn?
Welche Geschmacksnuancen dominieren im Antrunk?
Wie verändert sich der Geschmack über die Zeit im Mund?

Herunterschlucken – wie ist der Nachhall, Abgang? Lang oder eher kurz?
Wärmend? Trocken? Alkoholisch? Eine leichte Bitterkeit?

Am Ende sind alle Einschätzungen rein subjektiv – es gibt kein richtig oder falsch.
Und man muss vieeeeeeeel üben 🙂
Am meisten Spaß macht es natürlich mit mehreren Freunden/Freundinnen einfach die Assoziationen auszutauschen.

Whisky soll einfach Freude bereiten! Keine Wissenschaft, sondern Genuß.

Ach und zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis von Richard Paterson von The Dalmore:

„And then you take the ice and …….. THROW it away.“

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